Lohnt sich Base44? Die kurze Antwort
Base44 lohnt sich, wenn Sie schnell einen Prototyp, ein internes Werkzeug oder ein Kundenportal brauchen und mit einem Credit-Kontingent leben können. Jede Änderung über den KI-Chat kostet Credits, und das Kontingent wird monatlich zurückgesetzt. Wer die App laufend weiterentwickelt, landet schnell in einem höheren Tarif.
Weniger geeignet ist Base44, wenn Sie den Datenstandort festlegen müssen oder die Anmeldung über den Firmen-Login brauchen. Beides gibt es für neue Arbeitsbereiche seit dem 1. Oktober 2026 nur in den Tarifen Business und Enterprise, und der Preis für Business steht nicht auf der Preisseite.
Was kostet Base44? Preise und Credits je Tarif
Base44 rechnet in US-Dollar ab, auch auf der deutschen Preisseite. Euro-Beträge und Angaben zur Mehrwertsteuer stehen dort nicht. Bei Jahreszahlung sind alle bezahlten Tarife laut Preisseite 20 % günstiger.
| Tarif | Monatlich | Bei Jahreszahlung, je Monat | Nachrichten-Credits | Integrations-Credits |
|---|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | 0 $ | 25 (höchstens 5 pro Tag) | 100 |
| Starter | 20 $ | 16 $ | 100 | 2.000 |
| Builder | 50 $ | 40 $ | 250 | 10.000 |
| Pro | 100 $ | 80 $ | 500 | 20.000 |
| Elite | 200 $ | 160 $ | 1.200 | 50.000 |
| Enterprise | auf Anfrage | auf Anfrage | – | – |
Free erlaubt bis zu fünf Apps mit Anmeldung, Datenbank und Analysen. Starter hebt die App-Grenze auf, erlaubt Code-Änderungen in der App und eine eigene Domain; laut Docs lässt sich dann auch das Base44-Badge entfernen. Builder bringt die Wahl des KI-Modells, die GitHub-Anbindung und Backend-Funktionen. Pro ergänzt frühen Zugang zu Beta-Funktionen, Elite bevorzugten Support.
In jedem Tarif enthalten sind die KI-App-Erstellung, das Backend mit Datenbank, der visuelle Editor, ein Analyse-Dashboard, gemeinsames Bearbeiten mit mehreren Personen, Cloud-Speicher sowie Anmeldung und Benutzerverwaltung. Seit dem 4. Oktober 2026 ist bei Jahreszahlung in jedem bezahlten Tarif eine Domain für das erste Jahr enthalten. Domains kaufen Sie über Wix.
Ist Base44 kostenlos?
Der Free-Tarif kostet nichts und reicht für einen ersten Eindruck, nicht für eine fertige App. Sie bekommen 25 Nachrichten-Credits im Monat, höchstens fünf pro Tag, und 100 Integrations-Credits. Laut Docs erhält nur der persönliche Arbeitsbereich die kostenlosen Nachrichten-Credits.
Fünf Credits am Tag sind nach den Richtwerten von Base44 etwa zehn einfache Änderungen oder ein app-weiter Umbau. Für einen ersten Blick auf das Tool genügt das. Eine App mit Anmeldung, mehreren Seiten und Fehlerkorrekturen bauen Sie damit nicht an einem Tag.
Wie Base44-Credits funktionieren und wie schnell sie weg sind
Base44 kennt zwei Credit-Arten. Mit Nachrichten-Credits bezahlen Sie den KI-Chat beim Bauen. Integrations-Credits decken Dienste ab, die Ihre fertige App nutzt: E-Mail-Versand, Bilderzeugung, KI-Aufrufe, Workflows und Backend-Funktionen.
Einen festen Preis je Nachricht gibt es nicht. Base44 nennt in den Docs zu Credits Richtwerte: eine einfache Änderung etwa 0,5 Credits, eine kleine Funktion etwa 1, ein komplexes Modul etwa 2, eine app-weite Änderung etwa 3 bis 4. Der Diskussionsmodus kostet etwa 0,3 Credits, manuelle Änderungen im visuellen Editor nichts.
Für den Starter-Tarif mit 100 Nachrichten-Credits heißt das: etwa 25 bis 30 app-weite Änderungen im Monat, oder deutlich mehr kleine. Eine Fehlerkorrektur, die drei Anläufe braucht, zählt dreimal. Dann sind die Credits schneller weg, als die Tabelle vermuten lässt.
- E-Mail-Versand: etwa 1 Credit je E-Mail, etwa 2 von eigener Domain
- Bild erzeugen: etwa 1 Credit
- KI-Aufruf aus der App: etwa 1 Credit; mit Gemini 3.8 Flash seit dem 22. September 2026 das Doppelte
- Workflows: etwa 1 Credit je 10 Schritte
- Backend-Funktionen: etwa 1 Credit je 100 Aufrufe
- Eigener API-Schlüssel für einen externen Dienst: keine Integrations-Credits
Nicht genutzte Credits verfallen beim Zurücksetzen; eine Übertragung in den nächsten Monat gibt es praktisch nicht. Bei bezahlten Tarifen wird das Kontingent am Abrechnungstag des Abos zurückgesetzt, beim Free-Tarif täglich und monatlich. Sind die Credits aufgebraucht, pausieren alle Aktionen, die Credits kosten, bis zur nächsten Zurücksetzung oder einem Upgrade. Das gilt auch für die veröffentlichte App, denn E-Mail-Versand und KI-Aufrufe brauchen Integrations-Credits.
Rechnen Sie die Integrations-Credits für die laufende App ein, nicht nur die Nachrichten-Credits fürs Bauen. 2.000 Integrations-Credits im Starter-Tarif reichen bei etwa 1 Credit je E-Mail für rund 2.000 E-Mails im Monat; danach pausiert der Versand bis zur nächsten Zurücksetzung.
Grenzen von Base44, die vor dem Kauf zählen
Für Apps, die ab dem 18. Oktober 2026 angelegt wurden, gilt eine Datenbankgrenze je Tarif: 200 MB im Free-Tarif, 2 GB bei Starter, 5 GB bei Builder, 10 GB bei Pro und 25 GB bei Elite. Business erlaubt 50 GB, Enterprise hat keine Grenze.
Die Anmeldung über den Firmen-Login (SSO mit Google Workspace, Microsoft, GitHub, Okta oder OIDC) und die Wahl des Datenstandorts gibt es für Arbeitsbereiche, die ab dem 1. Oktober 2026 angelegt wurden, nur in Business und Enterprise. Das steht so im Änderungsprotokoll. Für ein internes Werkzeug mit Firmen-Login reicht Starter oder Builder also nicht.
Wie gut Base44 mit komplexen Apps oder eigenem Design zurechtkommt, lässt sich aus der Dokumentation nicht ablesen. Base44 selbst nennt als Anwendungsfälle MVPs, interne Werkzeuge, Kundenportale und leichte SaaS-Produkte. Prüfen Sie Ihren eigenen Fall im Free-Tarif; ein Testplan steht am Ende dieser Seite.
Gehört mir der Code, und wie komme ich wieder heraus?
Laut Preis-FAQ gehört alles, was Sie bauen, Ihnen. Base44-Apps sind React-Apps mit Vite und Tailwind, die über das Base44-SDK mit dem Backend sprechen. Entitäten sind als JSON-Schema beschrieben, Backend-Funktionen in TypeScript geschrieben.
Den Quellcode exportieren Sie auf zwei Wegen: als ZIP per API oder ab dem Tarif Builder über den GitHub-Abgleich in beide Richtungen. Die Entitäten, also Ihr Datenmodell, liegen dabei nicht im Repository. Datenbank, Anmeldung, Speicher und Funktionen betreibt Base44; der exportierte Code bleibt an dieses Backend gebunden, solange Sie es nicht ersetzen.
Datenstandort, DSGVO und die Bindung an Wix
Base44 wurde im Januar 2025 von Maor Shlomo gegründet und im Juni 2025 von Wix übernommen. Wix nannte in der Pressemitteilung einen anfänglichen Kaufpreis von etwa 80 Mio. $ plus Nachzahlungen bis 2029. Die Preisseite trägt in der Fußzeile „© 2026 Wix.com Ltd.“. Domains kaufen Sie über Wix, und Zahlungen laufen wahlweise über Stripe oder „Base44 Payments powered by Wix“.
Wo Ihre Daten liegen, legen Sie nur in den Tarifen Business und Enterprise fest; in Free bis Elite haben Sie darauf keinen Einfluss. Ob das mit Ihren DSGVO-Pflichten vereinbar ist, hängt davon ab, welche Daten Ihre App verarbeitet. Für Kundendaten aus der EU klären Sie das besser vor dem Bauen als danach.
Im August 2026 meldete Wix im Quartalsbericht, dass Base44 ein eigenes Sprachmodell „Base 1“ vorgestellt hat. Welches Modell beim Bauen arbeitet, wählen Sie ab dem Tarif Builder selbst.
Base44-Alternative: Wie sich Kliv unterscheidet
Wer nach einer Base44-Alternative sucht, vergleicht meist mit Lovable, Replit oder Cursor. Zu diesen drei Anbietern haben wir keine Zahlen geprüft und machen darum keine Angaben. Kliv kennen wir, weil wir es entwickeln; die Zahlen unten sind unsere veröffentlichten Grenzen und die von Base44.
Der wichtigste Unterschied ist die Abrechnung. Base44 zählt Credits je Nachricht und je Integrationsaufruf. Kliv staffelt die Nutzung des Builders, also des KI-Assistenten, je Tarif: Pro mehr als Free, Max 5x etwa das Fünffache von Pro, Max 20x etwa das Zwanzigfache. Der E-Mail-Versand aus der App ist bei Kliv mit 100 E-Mails pro Tag enthalten.
| Merkmal | Base44 | Kliv |
|---|---|---|
| Kostenlos | 0 $, 25 Nachrichten-Credits im Monat, 5 Apps | 0 $, 25 veröffentlichte Apps |
| Erster bezahlter Tarif | Starter 20 $/Monat, 16 $/Monat bei Jahreszahlung | Pro 19 $/Monat oder 199 $/Jahr |
| Weitere Tarife | Builder 50 $, Pro 100 $, Elite 200 $ je Monat | Max 5x 49 $/Monat oder 490 $/Jahr, Max 20x 99 $/Monat oder 990 $/Jahr |
| Abrechnung | Credits je Nachricht und je Integrationsaufruf | Kontingent an Builder-Nutzung je Tarif |
| Veröffentlichte Apps, bezahlt | unbegrenzt ab Starter | Pro 1.000, Max 5x 2.500, Max 20x 10.000 |
| Eigene Domains | ab Starter; bei Jahreszahlung erstes Jahr enthalten | Pro 1, Max 5x 5, Max 20x 20 |
| E-Mail aus der App | etwa 1 Integrations-Credit je E-Mail | enthalten, 100 E-Mails pro Tag |
| Firmen-Login (SSO) | Business oder Enterprise | Max 20x |
| Code mitnehmen | ZIP-Export per API; GitHub-Abgleich ab Builder | ZIP-Download und GitHub-Abgleich (Push und Pull) |
| App Store und Google Play | Web-View-Hülle, Download der Einreichungsdateien ab Builder | nein, nur Web-Apps |
Umgekehrt bietet Base44 die Hülle für App Store und Google Play, die Kliv nicht hat. Wer eine App in den Stores braucht, ist bei Kliv falsch. Kliv baut Web-Apps, die unter einer kliv.dev-Adresse oder in den bezahlten Tarifen unter einer eigenen Domain laufen. Den Code mitnehmen können Sie bei beiden: Base44 per ZIP-Export und ab Builder per GitHub-Abgleich, Kliv per ZIP-Download und GitHub-Abgleich mit Push und Pull.
Sie Ihre Web-App als Store-App in App Store und Google Play bringen wollen oder das KI-Modell selbst wählen möchten. Und wenn Ihr Arbeitsrhythmus zu Credits passt: wenige, geplante Änderungen im Monat.
Sie laufend mit dem Builder arbeiten und nicht je Nachricht rechnen wollen, viele Apps veröffentlichen oder E-Mail-Versand mit festem Tageskontingent brauchen. Kliv baut Web-Apps, keine Store-Apps.
Sie erst herausfinden wollen, ob der Prompt-Ansatz zu Ihrem Vorhaben passt. Beide Anbieter haben einen kostenlosen Tarif, und der Testplan unten braucht nur ein paar Tage.
„Baue eine Web-App für die Terminvergabe einer Physiotherapie-Praxis. Kundinnen und Kunden melden sich an, sehen freie Termine der nächsten zwei Wochen und buchen einen davon. Die Praxis sieht alle Buchungen in einer Tagesansicht und bekommt bei jeder neuen Buchung eine E-Mail.“
So testen Sie Base44, bevor Sie zahlen
Der Free-Tarif gibt Ihnen fünf Nachrichten-Credits pro Tag. Das reicht für einen Test über fünf Tage, wenn Sie jede Nachricht planen und nicht drauflos korrigieren. Notieren Sie nach jeder Nachricht den Credit-Stand.
- Tag 1: Beschreiben Sie Ihre App in einer Nachricht mit allen Seiten, Rollen und Datenfeldern. Das ist eine app-weite Änderung, etwa 3 bis 4 Credits.
- Tag 2: Legen Sie Testdaten an und prüfen Sie die Anmeldung. Lassen Sie den KI-Chat genau einen Fehler beheben und zählen Sie, wie viele Anläufe er braucht.
- Tag 3: Fordern Sie eine kleine Funktion an, etwa einen Filter oder ein Formular. Ändern Sie danach eine Farbe im visuellen Editor; das kostet keine Credits.
- Tag 4: Lassen Sie die App eine E-Mail an Sie schicken und prüfen Sie, wie viele Integrations-Credits das kostet.
- Tag 5: Rechnen Sie hoch. Ihr Verbrauch der fünf Tage mal sechs ergibt den Monatsbedarf; vergleichen Sie ihn mit 100 Credits bei Starter und 250 bei Builder.
Entscheidend ist der zweite Tag. Wenn eine Fehlerkorrektur regelmäßig zwei oder drei Nachrichten braucht, verdoppelt sich Ihr Credit-Bedarf gegenüber der Planung. Dann wissen Sie vor dem ersten bezahlten Monat, welcher Tarif wirklich passt.
Häufige Fragen
- Ist Base44 kostenlos?
- Es gibt einen kostenlosen Free-Tarif mit 25 Nachrichten-Credits im Monat, höchstens fünf pro Tag, 100 Integrations-Credits und bis zu fünf Apps. Für einen Test reicht das. Eine App, die Sie laufend weiterentwickeln, braucht einen bezahlten Tarif ab 20 $ pro Monat.
- Was kostet Base44 in Euro?
- Base44 zeigt auch auf der deutschen Preisseite nur US-Dollar: Starter 20 $, Builder 50 $, Pro 100 $ und Elite 200 $ pro Monat, bei Jahreszahlung 20 % weniger. Euro-Beträge und Angaben zur Mehrwertsteuer stehen dort nicht.
- Was passiert, wenn die Credits aufgebraucht sind?
- Alle Aktionen, die Credits kosten, pausieren bis zur nächsten Zurücksetzung oder einem Upgrade. Das betrifft den KI-Chat beim Bauen und die Integrationen in der laufenden App, etwa den E-Mail-Versand. Nicht genutzte Credits verfallen beim Zurücksetzen.
- Gehört mir der Code meiner Base44-App?
- Laut Preis-FAQ gehört alles, was Sie bauen, Ihnen. Den Quellcode exportieren Sie als ZIP per API oder halten ihn ab dem Tarif Builder über GitHub synchron. Das Backend mit Datenbank, Anmeldung und Speicher betreibt weiterhin Base44, und die Entitäten liegen nicht im Repository.
- Base44 oder Lovable, Replit, Cursor?
- Zu Lovable, Replit und Cursor haben wir keine Zahlen geprüft, darum steht hier kein Vergleich. Prüfen Sie bei jedem Anbieter dieselben vier Punkte: Abrechnung je Nachricht oder als Kontingent, Export des Codes, Datenstandort und ob eine Store-App möglich ist. Die Antworten für Base44 stehen auf dieser Seite.
- Kann Base44 eine App für den App Store bauen?
- Ja, als leichte native Hülle um die veröffentlichte Web-App. Die Prüfung ist kostenlos; die Einreichungsdateien herunterladen und Push-Benachrichtigungen nutzen können Sie ab dem Tarif Builder. Eigene Entwicklerkonten bei Apple und Google brauchen Sie zusätzlich. Kliv bietet das nicht; Kliv-Apps sind Web-Apps.
Quellen
Preise und Tarifdetails stammen von den Seiten des jeweiligen Anbieters, geprüft am 26. Oktober 2026.
- Base44: Preise
- Base44: Preise (deutsche Seite)
- Base44 Docs: Tarife und Abrechnung
- Base44 Docs: Credits
- Base44 Docs: Datenbankgrenzen
- Base44 Docs: Änderungsprotokoll
- Base44 Docs: Projektstruktur
- Base44 Docs: Entwickler
- Base44 Docs: GitHub-Abgleich
- Base44 Docs: Quellcode exportieren
- Base44 Docs: Veröffentlichung in App Stores
- Base44 Docs: Mobile Nutzung
- Base44: llms.txt
- Base44 Docs: llms.txt
- Wix: Pressemitteilung zur Übernahme von Base44
- Wix: Quartalsbericht Q2 2026